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Neue Orte am Rugenbarg - Zum Wald

Der Rugenbarg ist laut, heterogen und räumlich unentschieden. Der Entwurf antwortet darauf mit einer Folge präzise gesetzter Orte.
Drei markante Gebäudeköpfe geben der Straße ein neues Gesicht. Dahinter führen Höfe, grüne Fugen und eine Promenade vom Rugenbarg bis zum Blomkamp.


Der benachbarte Wald ist dabei nicht Kulisse, sondern ordnendes Prinzip. Er bestimmt Blickbeziehungen, Wege, Gebäudelängen und die ruhigen Seiten der Wohnungen. Bestehende Baumgruppen und Einzelbäume bleiben als räumliche Fixpunkte erhalten.
Zur Straße schützt die Bebauung vor Lärm. Zum Wald öffnen sich Gartenhöfe, Spielräume und immer neue Blicke ins Grün. Schmale Regengärten begleiten die Häuser und tragen die waldnahe Vegetation bis an die Wohnungen.


Das Regenwasser bleibt möglichst dort, wo es fällt: in Höfen, Retentionsflächen und bepflanzten Säumen, ergänzt durch Zisternen, Rigolen und Retentionsebenen auf den Tiefgaragen.
Ein neues Gesicht zur Straße. Eine stille Seite zum Wald. Dazwischen ein Quartier aus Adressen, Wegen und gemeinsamen Räumen.

PROJEKT

Neue Orte am Rugenbarg

WETTBEWERB

Anerkennung 2026

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STANDORT

Rugenbarg - Hamburg

ARCHITECT

Spengler Wiescholek Architektur 

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  • Der beeindruckende Wald auf dem Nachbargrundstück ist der Ruhepol des Quartiers. Er beeinflusst die Setzung der Baukörper und die Logik der Freiräume. Wohnungen und Wegebeziehungen sind so organisiert, dass Blickbezüge die Waldatmosphäre in das Quartier hineintragen

  • Zum Wald hin öffnen sich ruhige Hof- und Übergangsräume; zur lauten Nordseite wirken die Baukörper als passiver Lärmschutz. So hat fast jede Wohnung mindestens eine ruhige, grünbezogene Seite. Baumgruppen und ortsprägende Einzelbäume werden gezielt erhalten und als räumliche Fixpunkte gesetzt. Sie verankern das Quartier am Ort: Sie sind ebenso willkommener Anlass, Gebäudelängen zu unterbrechen und Blick-, wie auch Wegebeziehungen in Ost-West-Richtung zu fördern.

Wasser und Spiel

 

 

Retention erfolgt zunächst oberirdisch in den Höfen sowie in geeigneten Nebenflächen, etwa in Spiel- und Aufenthaltsbereichen. Diese Flächen halten Wasser zurück, lassen es versickern und verdunsten – zugunsten eines natürlichen Wasserkreislaufs. Überschüssige Niederschläge werden in unterirdischen Zisternen und Rigolen zwischengespeichert, bei Bedarf genutzt und, wo möglich, versickert; ein gedrosselter Notüberlauf erfolgt zum Siel im Blomkamp. Retentionsebenen auf den Tiefgaragen ergänzen das System und reduzieren Abflussspitzen.

Entlang der Gebäude liegen schmale Regengärten: Sie nehmen Teile des Niederschlags dezentral auf und geben das Wasser gleichmäßig an die angrenzenden Freianlagen weiter. Mit waldnaher Vegetation bepflanzt, tragen sie das Waldmotiv in den Alltag:

als lebendiger Saum aus Farnen, Gräsern und Schattenkräutern.

Spiel und Aufenthaltsflächen sind architektonisch gefasst und an die Gebäude angebunden – über Gemeinschaftsräume, Kletterwände, Werkstätten.

Die Höfe werden damit zu belastbaren Alltagsräumen: robust, variabel und vom Wald gesäumt.

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